Samstag, 28. Juni 2008

reboot10 - day one

Der viele Input aus den reboot-Vorträgen ist sehr bereichernd, nach 9 Sessions allein am 1. Tag ist dann aber der Kopf voll und man selbst sehr müde.

"Share your Shit!"
Tor Norretranders brachte es auf den Punkt: auch Informationen erfreuen sich heute, ähnlich der Nahrung, eines biologischen Kreislaufs. Ein Beispiel:

- Blogbeitrag schreiben
- Verlinken
- Indizierung von Google
- Lesen
- Weiterverarbeiten
- oder vergessen

Der bessere Content setzt sich durch, der Rest ist Abfall. Zwischendrin entstehen auf Basis des shit (Waste) des einen erfolgreiche, netzwerkbasierte Businessmodelle (Werbung auf Blogs, Google, etc.). Damit stimmt dann die Kausalkette:

- Share your Shit
- Waste is Food
- Ideas are Waste

Interessante Analogie.



Danach kam Howard Rheingold, der sich vor allem mit der Tragedy der Commons auseinandersetzte: dem Kampf aller um begrenzte Ressourcen. Informationstechnologien beheben inzwischen oft dieses Dilemma.
So nannte Rheingold die Suche nach Jim Gray, einem verunglückten Microsoft-Mitarbeiter, wo tausende dazu beitrugen ihn zu finden, nachdem die offizielle Suche bereits aufgegeben wurde.
Gleiches gilt für Open Source, wo weltweit "Armeen von Programmierern" gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Das gibt es sowohl für den Bereich wissenschaftlicher Innovationen - Innocentive - und auch kollektivem Design - Thinkcycle.
Der Versuch extra-terrestrische Signale in einem weltweiten Netz von Rechnern wird im distributed.net versucht

"Die Regeln von Kooperation zu verstehen, kann Entwicklung beschleunigen."


Besonders Spass gemacht hat Andy Budds Vortrag zu "Designing the User Experience Curve." Vor allem deshalb, weil er Offline-Beispiele brachte!
Beginnend mit einem Hotelaufenthalt, den er als outstanding empfunden hat (Wetteraussichten handgeschrieben neben Schokoladentafel auf dem Kissen) entwickelte er das Thema über den Apple-Store (integrative Produktpräsentation vs. Produktabteilungen) oder aber die Moo-Software zur Erstellung der derzeit hipen Visitenkarten. Die Dorset Cerealien-Packung ein guter Weg zur Differenzierung und eine Möglichkeit ein Preispremium zu verlangen. Das ermöglichen auch perfekte Umgebungen, bspw. bei Starbucks.

Seine 7 Prinzipien:

1. 1st Impression Counts
2. Attentive Service
3. Attention to Detail
4. Personalisation and Customization
5. Feedback
6. Make it Fun
7. Create the Perfect Environment



(Almost) Free Usability Testing
Pedro Custódio empfahl hier Tools wie Silverback und John Brookes Usability Quick Test von Serco Usability Services (SUS). Das Dokument existiert dort nicht mehr, dafür aber hier als .pdf.


Lee Brayant von Headshift sprach in seinem sensationellen Vortrag vom Immun-System der Organisation. Das ist die Kombination eines "good social networks with weak ties." D.h., je mehr Empathie ein Unternehmen (Mitarbeiter) seiner unmittelbaren Umwelt entgegenbringt (= Zuhören), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit Fehler zu vermeiden. Das allerdings geht nicht mit strengen Hierarchien und nur dann, wenn man die Menschen bei ihrer Arbeit unterstützt - auch mit Technologien.


Die Frage ist: "How do we codify the values?"
"Humanizing the enterprise, trusting people, welcoming Generation Y."
Unternehmen werden sich anpassen müssen. Allein aufgrund demographischer Veränderungen, sprich weniger Kindern. Es ist erforderlich, dass Unternehmen ein Kommunikationsumfeld bieten, das zukünftige Mitarbeiter in ihrer Rolle als Konsumenten bereits gewohnt sind. Stichwort: Consumerization von Unternehmen.

reboot10 - a Consuming Experience
reboot10 - Follow Up

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Meine Kommentare

Bin neugierig
auf Deine Ergebnisse. Im wesentlichen würde ich...
Hermanngasse - 23. Okt, 09:53
Weiterempfehlung ist...
Lieber Hannes, mit den Moments of Truth kann ich Herausforderungen...
Hermanngasse - 23. Sep, 10:58
hmm
ich konnte leider nicht teilnehmen, aber es wird das...
Hermanngasse - 23. Sep, 10:52
Sabotage!
Die alte und neue Herausforderung ist doch: wie sehr...
Hermanngasse - 23. Sep, 10:50

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