Archive for the ‘Enterprise 2.0’ Category

Wettbewerbsvorteil Internet - Portrait Best Buy

Wednesday, June 24th, 2009

Auf Best Buy bin ich zum ersten Mal in der 2007er Mai-Ausgabe des brand eins-Magazins aufmerksam geworden, im Artikel “Große Freiheit“. Best Buy ist die führende amerikanische Elektronikkaufhauskette, der Media Markt der Vereinigten Staaten.

Best Buy hat eine konsistente Kundenerfahrung über sämtliche Kommunikationskanäle geschaffen, insbesondere über das Internet. Dieser Entwicklung ist eine umfangreiche organisatorische Veränderung vorausgegangen, um das Unternehmen für die starken Marktveränderungen und neuen Möglichkeiten fit zu machen.

35 Prozent Produktivitätssteigerung

Seit 2003 wurde das Unternehmen organisatorisch und kulturell radikal verändert. Das Modell dafür heißt: “ROWE - Result Only Work Environment”. Man hat erkannt, dass Arbeits- und Privatleben zunehmend verschwimmen, gerade Wissensarbeiter mehr zeitliche Flexibilität benötigen, aber auch messbare, klare Ziele.

Jeder Mitarbeiter kann bei Best Buy selbst bestimmen wo und wie lange er arbeiten möchte, solange er seine Ziele erreicht. Dafür wurden sie mit professionellen Technologien ausgestattet (Mobiltelefone, Laptops, Speichermedien etc.), um ihre Tätigkeit auch unabhängig von einem fixen Arbeitsplatz auszuüben. Die Büros wurden teilweise aufgelöst, Termine finden zuweilen in Cafés oder bei den Mitarbeitern zuhause statt. Die zeitliche Flexibilität bedeutet mehr Verantwortung jedes einzelnen, die auch wahrgenommen wird. Ergebnis: laut eigenen Angaben stieg die Produktivität “in diesem Zeitraum im Schnitt um 35 Prozent”.

Best Buy - Infrastrukturen für Konsumenten

Das Unternehmen öffnet sich seinen Kunden und schafft Infrastruktur für den fortlaufenden aktiven Dialog mit seinen unterschiedlichen Konsumenten, die weit über eine normale Website hinausgehen:

  • Marken, Markenversprechen und Mitarbeiter erleben: I am Best Buy
  • Website für Jugendliche: @15
  • Blogs, Microblogs (Twitter) und Videokanal (YouTube)
  • Fragen an Mitarbeiter stellen: Ask A Blue Shirt
  • Kundenservice-Forum: Best Buy Community
  • News des hauseigenen, mobilen IT-Kundenservice, der Geek Squad (die als Agenten gekleidet sind und damit für reichlich Aufsehen gesorgt haben)
  • Ideenbörse für Verbesserungsvorschläge durch Konsumenten: Idea X
  • Best Buy Remix: Offene Programmierschnittstelle (API) mit Zugriff auf den vollständigen Produktkatalog inklusive aller Informationen. Ziel ist es, das Konsumenten mit den Daten neue Medieninhalte schaffen (”Mashup“) - und damit Best Buys Reichweiten und Absatzmöglichkeiten steigern.
  • Giftag - Wunschliste: Markieren, Speichern und Verschlagworten von Produktwünschen im Internet, die so zu einer persönlichen Wunschliste zusammengestellt und mit Dritten geteilt werden können.

Interne digitale Kommunikation als ein Erfolgsschlüssel

  • Das hauseigene Social Network für Mitarbeiter, der Blue Shirt Nation BSN): BSN Mix
  • Prognosemarkt für Mitarbeiter, um potentielle Produkt-Tops oder -Flops meßbar vorauszusagen: Best Buy TagTrade. Ein österreichisches Angebot gibt es von der bdf.
  • Wiki - “What I know is …”

Best Buy kauft Napster

Für 121 Millionen Dollar hat das Unternehmen im September 2008 Napster, den Online-Musik-Aboanbieter, übernommen. Ziel ist es, die Plattform für mobile Endgeräte fit zu machen und neue Umsatzströme neben dem Kerngeschäft aufzubauen. Der neue Hoffnungsträger des Elektronikriesen befindet sich im starken Wettbewerb mit Apples iTunes und Wal-Mart. Beide Unternehmen operieren bereits seit Jahren erfolgreich in diesem Markt.

Weiteres zum Thema



Kommunikation und Zusammenarbeit von Google - Wave

Thursday, June 4th, 2009

In Wikipedia ist es definiert als

internetbasiertes System zur Kommunikation und Zusammenarbeit in Echtzeit.

Google nennt es Wave. Idee ist es, auf einer einzigen, browser-basierten Plattform Funktionalitäten von Wikis, Chats, Social Networking, Projektmanagement-Werkzeugen, IM und E-Mails zu integrieren. Inhalte können in Echtzeit editiert und publiziert werden. Das Werkzeug soll als offener Standard bzw. Open Source veröffentlicht werden, Schnittstellen für Weiterentwicklungen (API) offen sein.

Hier entsteht ein echtes Konkurrenzprodukt auf einem sich gerade etablierenden Markt der Enterprise 2.0-Software.

Linktipps

Das Video ist sehenswert. Zeit dafür nehmen lohnt sich!

Erfolg durch Transparenz: Frank Roebers (Synaxon AG) zu Gast in Linz

Thursday, April 9th, 2009

Frank Roebers, Vorstand der Synaxon AG, berichtet am 23. April am Linzer Airport über seine Erfahrungen mit Wikis und Transparenz im Unternehmen. Die Synaxon AG kann dabei als Vorbild für viele andere Firmen gelten. Das brand eins-Magazin hat bereits vor 2 Jahren in einem Beitrag (”Die Gläserne Firma“) die erfolgreiche Wiki-Einführung bei Synaxon vorgestellt.

Ich bin bereits auf das persönliche Kennenlernen und seinen Vortrag sehr gespannt und freue mich auf das Event “Wikis, Blogs und Social Networks” mit Telekom Austria und dem Public Relations Verband Austria (PRVA).

Vortragende sind Frank Roebers, Wolfgang Lehner (Telekom Austria) und ich. Moderation: Gerlinde Beninger (Leiterin PRVA).

Teilnehmer sind herzlich willkommen (begrenzte Teilnehmerzahl)! Zur Anmeldung.

Einladung


Technologie veraendert sich, Menschen nicht

Thursday, October 23rd, 2008

Drei Präsentationen der heutigen Web 2.0 Expo kurz herausgegriffen:

gapingvoid.com deb schultz technology changes technologie veraendert sich veraenderung

Quelle: gapingvoid.com

Wie das Web 2.0 unsere Art in Unternehmen zu arbeiten verändert
Es macht immer Spass JPs Vorträgen zuzuhören. Auch heute wurde ich nicht enttäuscht. Von BT sind rund

  • 12.500 Mitarbeiter auf Facebook
  • 16.500 nutzen Wikis
  • 650 bloggen extern

2005 (auf die schnelle keine andere Zahl verfügbar) beschäftigte BT mehr als 87.000 Mitarbeiter. Die Nutzung von Social Media ist bei BT signifikant hoch.

Im wesentlichen reduziert JP Mitarbeiterkommunikation auf 4 Grundsätze zurück:

  • Suche - die meiste Zeit verbringen Mitarbeiter mit der Suche von Informationen
  • Abos - Menschen sind heute in der Lage Informationen zu abonnieren (pull) und Push-Informationen aus dem Weg zu gehen
  • Gespräche - Menschen sprechen miteinander, nichtzuletzt um Entscheidungenzut treffen
  • Arbeitsabläufe - wurden überwiegend um Technologien herum gestaltet und nicht um Menschen

Noch ein Rat von JP: nehmen sie ihren Mitarbeitern die Möglichkeit der Papierablage. Dann lassen sie das auch bleiben.

Internetmarken lassen sich in Europa nur schwer aufbauen
Um es doch zu schaffen, hier die zwei Marketing-Tipps des Tages von Tariq Krim, dem Gründer von Netvibes:
1. Die alten Werbe- und Medientricks bleiben lassen und auf Social Media/soziale Netzwerke konzentrieren, um erfolgreich zu sein.
2. Nische, Nische, Nische

Ohne E-Mail arbeiten
Luis war wieder an Bord und hat zum Thema einen guten, freien Vortrag gehalten. Seine Einblicke zum Thema E-Mail:

  • E-Mails sind nachteilig: Informationen bleiben verschlossen, privat und intransparent
  • .cc und .bcc schaffen politische Spielchen, die niemand braucht
  • es geht um offene Kommunikation und die basiert auf Vertrauen
  • E-Mail schafft kein Vertrauen

Er hat seinen Punkt gemacht. Keine Frage.


Web 2.0 Expo - Feeds, Creative Commons, O’Reilly Session

Thursday, October 23rd, 2008

Feeds - Produktivitätstools für Organisationen und Marketing

Stowe Boyd über Feeds. Was ist das? Diese Technologien erlauben die Abonnierung, Beobachtung und Kommentierung aktueller Nachrichten und Aktivitäten von Freunden, zusammengefasst in einem Strom. Diese Werkzeuge sind eine nur logische Entwicklung im Netz, wo viele Nutzer den hohen Informationsmengen aus dem Web und ihrem Netzwerk nicht mehr Herr werden. Wenn man (noch) den Überblick behalten möchte, der sollte sich u.a. folgende Feed-/Mikroblogging-Werkzeuge ansehen:

Feeds sind spannende Marketingwerkzeuge, um Seiten, Blogs etc. besser im eigenen Netzwerk zu verankern und bei Google in Position zu bringen.

Im Unternehmensumfeld sind die Tools eine wirksame Möglichkeit Kommunikationen abzubilden, die nicht in E-Mails stattfinden, aber wesentliche Mehrinformationen zu Projekten, Stimmungen, Stati usw. schaffen. Im Falle von Twitter: auf einer Länge von nur 140 Zeichen. Das schafft Produktivität i.S. von “informiert sein”, Suchzeiten und Feedbackmöglichkeiten.


Creative Commons - Beispielprojekte

Creative Commons (englisch, „schöpferisches Gemeingut, Allmende“) ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die im Internet verschiedene Standard-Lizenzverträge veröffentlicht, mittels derer Autoren an ihren Werken, wie zum Beispiel Texten, Bildern, Musikstücken usw. der Öffentlichkeit Nutzungsrechte einräumen können. (Wikipedia)

Session mit Tim O’Reilly und mehr von der Expo
http://webexberlin2008.crowdvine.com/ und Adam Tinworth’s Beitrag

Eine empfehlenswerte Übersetzungsseite: mloovi.
Übersetzt automatisch Webseiten. Haben noch kleine Qualitätsprobleme - wir heißen da “Hermann Alley” - gut übersetzt, aber Blogtitel sind dann doch eher als Marken zu begreifen, oder nicht?

Portrait: Kessels & Smit - Wissensarbeiter werden immer frei sein

Monday, October 20th, 2008

Vor einigen Wochen hatte ich Gelegenheit zu einem Telefoninterview mit Arne Gillert. Herr Gillert ist einer der beiden deutschen Berater bei Kessels & Smit, einem niederländischen Netzwerk von Personal- und Organisationsentwicklern. Aufmerksam geworden auf die “Lernende Firma” bin ich durch den gleichnamigen Artikel der Maiausgabe 2008 von brand eins.

kessels smit logo

In dem Artikel wird ein Unternehmen beschrieben, das von seinen Gründern an die Mitarbeiter verkauft wurde. Ein Unternehmen, das Hierarchie durch Kooperation ersetzt. Ein Unternehmen, an dem jeder beteiligt ist. Eines, in dem Mitarbeiter bewusst ein Drittel ihrer Zeit für die eigene Weiterentwicklung einsetzen, aber auch die Verantwortung haben, ihre eigenen Projekte zu akquirieren und umzusetzen. Das verbindende Prinzip dahinter ist Attraktivität - sowohl für den internen Markt, um Kollegen für Projekte zu aktivieren, als auch für den externen Markt, um Projekte Arbeit zu erhalten.

Fasziniert hat mich der Artikel vor allem deshalb, weil ich an die Innovationskraft, Lernfähigkeit und Eigeninitiative von Menschen glaube, die durch herkömmliche, starre Managementsysteme einfach gestört werden. Darüber hinaus ist die Vorstellung, ein Unternehmen zu schaffen, an dem alle wirklich beteiligt sind, sehr spannend. Wie kann das funktionieren?

Die Eckdaten: Kessels & Smit hat rund 60 Mitarbeiter, davon arbeiten 20 in den Dependancen in Belgien, Südafrika und Indien. Das Hauptbüro ist in Utrecht. Das Unternehmen arbeitet erfolgreich mit Firmen wie Heineken, Alcatel-Lucent und auch im öffentlichen Bereich. Es ist als Netzwerk organisiert, d.h. jeder Mitarbeiter ist Miteigentümer und für seine Umsätze selbst verantwortlich.
Etwa 30% bis 40% aller niederländischen Fachpublikationen zum Thema Organisationsentwicklung stammen aus ihrem Haus. Die Mitarbeiter bleiben durchschnittlich 5 oder mehr Jahre im Unternehmen.

Drei Prinzipien

Das Unternehmen Kessels & Smit basiert auf drei Prinzipien

  1. gegenseitige Attraktivität
  2. persönliches Unternehmertum
  3. die lernende Firma

Bilanz: Umsatz und interessante Arbeit durch gegenseitige Attraktivität
Im Mittelpunkt des Erfolgs von Kessels & Smit stehen nicht Umsätze, sondern vielmehr die Grundidee, dass Mitarbeiter mit ihrem Wissen und ihren Projekten füreinander (intern) und für ihre Kunden (extern) attraktiv sind. Im Mittelpunkt entsteht ein Marktplatz für Projekte und Ressourcen, die durch eine ausgereifte Fragekultur bzgl. ihrer Attraktivität abgeklopft werden. Uninteressante Projekte werden nicht gemacht. So besteht die Bilanz des Netzwerkes und damit des Unternehmens immer aus zwei Bestandteilen: Umsatz und interessante Arbeit.

Jeder Mitarbeiter ist auch Eigentümer
Jeder Mitarbeiter, mit Ausnahme von Neuzugängen, ist am Unternehmen beteiligt und arbeitet ausschließlich für Kessels & Smit. So hat jeder immer ein Interesse an der positiven Entwicklung seines Unternehmens, zahlt aber auch einen Sockelbeitrag für administrative Overheads, Infrastruktur usw. von 30% seiner Umsätze. Nicht nur Kosten sondern auch die Gehälter aller sind bei Kessels & Smit transparent. Denn: “Intransparenz führt zum Wunsch nach Bonifikationen in Euros und Neid,” so Gillert. “Wenn jeder den Vertrag des anderen kennt, ist das nicht mehr interessant.” Es kommt im wesentlichen auf den Wertbeitrag zum Netzwerk an. Jeder ist für seine eigenen Umsätze selbst verantwortlich, die er in der Regel zu 75% aus eigenen Projekten auf Stundenbasis und 25% aus Aufträgen des Netzwerkes erwirtschaftet. Um Ressourcen (Partner) für ein Projekt zu bekommen, muss diese Arbeit auf dem internen Markt interessant genug für andere sein - inhaltlich wie finanziell. Das bedeutet Akquisition allein wird nicht belohnt. Und lohnt sich auch nicht für denjenigen, der nur Projekte machen, aber nicht akquirieren möchte. Er befindet sich in einer Abhängigkeit und das macht ihn unattraktiv. Wie also dieser Situation entkommen, wenn man nicht so gut wie die anderen ist? Die Antwort darauf heißt: lernen.

Ein Drittel der Zeit für die persönliche Weiterentwicklung
Wenn die Firma allen gehört und Umsätze gemeinsam erwirtschaftet werden, muss man unmittelbar darüber nachdenken wie gut das Produkt (jeder einzelne) ist und wie man es so attraktiv hält, dass es am Markt reüssieren kann. Aus diesem Bedarf entsteht “ein dauerndes Gespräch darüber, was ihre Leidenschaft (d.h. die der Mitarbeiter, Anm.) ist und wohin sie sich entwickeln wollen,” so Gillert. Jeder hat ein Auge darauf, wie es dem anderen geht und nimmt sich Zeit dafür. Man lernt durch Zusammenarbeit, was eine schnelle persönliche Entwicklung ermöglicht und Talente erkennen lässt. Ein Drittel der Zeit investiert jeder in seine persönliche Weiterentwicklung. Es werden sogar Projekte unentgeltlich durchgeführt, um zu lernen - auch von Kunden. Wichtig ist es immer, eine Frage zu finden die beide interessiert. So wurde unlängst eine ganze Zeitschriftenausgabe von Kessels & Smit gefüllt, einzig weil man damit eine wesentliche Frage in der Organisationsentwicklung beantworten wollte.

Innovation durch alle
Ein weiteres Ergebnis der Arbeit und Abhängigkeit im Netzwerk ist, dass Innovation durch alle gemeinsam durchgeführt oder getragen wird. Innovation braucht Zeit. Mitarbeiter, die bestimmte Dinge weiterentwickeln wollen, z.B. die Marke, bitten ihre Kollegen die Akquise für sie zu übernehmen, um Zeit für Innovation zu haben. Dadurch wird eine potenzielle Entwicklung gleich auf ihren Wert und die dafür investierte Zeit hin überprüft: wenn sich niemand für die Akquisition findet, kann das am Thema des Innovationsprojekts liegen.

Wenn einer verantwortlich ist, gewöhnen sich alle daran
4 Mitarbeiter haben Mehrheitsanteile, aber entscheiden nicht. Für die wesentlichen Themen wird daher monatlich eine 4-stündige Diskussion mit allen geführt. Diese ist eher als eine Einladung an Dritte zu verstehen, um Verantwortung zu übernehmen. Denn, so Arne Gillert:

“wenn einer verantwortlich ist, gewöhnen sich alle daran.”

Das hat weitreichende Auswirkungen auf zwei wesentliche unternehmerische Themen: organisatorische Rollen und Strategieentwicklung. Wenn jeder von allein Verantwortung für Themen und Projekte übernimmt, ist eine Hierarchie als solche nicht mehr notwendig. Hierarchien sind darüber hinaus auch nicht in der Lage einen internen Markt zu schaffen, weil es hier nicht um echte, sondern um vorgegebene Attraktivität geht. Das gilt gleichermaßen für die Strategieentwicklung: “eine Richtung entsteht, zunächst diffus, ist aber immer einer Weiterentwicklung (aller, Anm.).”

Wieviele Tage im Jahr wollen Sie lernen?
Die Aufnahme neuer Mitarbeiter ist ein langer, sehr wichtiger Prozess bei Kessels & Smit. Weil Kessels & Smit im Netzwerk arbeiten und die Marke (lediglich) eine Form ideologischen Überbaus ist, sind nur die wenigstens Mitarbeiter Angestellte. Neue Mitarbeiter werden vor allem deshalb angestellt, weil sie noch zu jung oder noch nicht risikobereit genug sind, ausreichend unternehmerisch zu handeln.

Während des Einstellungsprozesses führt der Bewerber eingangs sehr viele Gespräche mit vielen Partnern, um zu sehen ob man wirklich zueinander passt. Ein wichtiger Bestandteil der Gespräche ist die Frage nach der Lern- und Arbeitsbereitschaft:

“Wieviel Tage wollen Sie im Jahr arbeiten, wieviel Tage wollen Sie lernen.”

Darüber hinaus wird geklärt ob ein Partner die Rolle des Mentors übernehmen wird. Dieser trägt dann auch die unternehmerische Verantwortung für den neuen Mitarbeiter.
In einer intensiven Diskussion wird dann das Umsatzziel festgelegt, wovon 50% dem Bruttogehalt entsprechen. Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen: rund 60% werden von jedem selbst verantwortet, etwa 40% bekommt er aus dem Netzwerk. Neue Mitarbeiter sind für das Netzwerk jedoch noch nicht attraktiv genug und können ihre Umsatzziele so auch nicht erreichen. Sie wären von der Situation überfordert. Daher ist das Mentorensystem wichtig, um einen für den externen und internen Markt attraktiven Mitarbeiter zu entwickeln.

barcamp-Energie II.

Sunday, October 5th, 2008

Hier noch einige Impressionen - Links - vom barcamp Vienna:

twemes.com bcv08 barcamp vienna 08

barcamp-Energie

Saturday, October 4th, 2008

2008-10-04_barcamp_1

2008-10-04_barcamp_4

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Community lebt - gerade spürt jeder hier die positive Energie hier auf dem barcamp - die Besucher machen Programm und schaffen Mehrwerte - offener Diskurs - und Notebooks auf jedem zweiten Schoß…

Der globale Player Hewlett Packard hat als Sponsor seine Meetingräume am Wochenende für den experimentellen, selbstorganisierenden Austausch geöffnet. Cutting Edge meets authentisches Interesse.
Und die Community kümmert sich nicht um gelernte Vermittlungsmuster. In den Räumen bilden sich Interessentencluster und -kreise, Sender-Empfänger-Modelle verschwimmen.

Oliver stellt Edelwiser und deren Community-Aktivierung vor - lebhafter Austausch und neue Ideen spriessen. Die Blogosphäre lädt sich gegenseitig auf, Initiatoren zeigen ihre Zugänge, so WeissSee2250, Digitalks!, datenschmutz … und wir die Hermanngasse :-)

Mein persönliches Web2.0 Expo-Programm

Thursday, October 2nd, 2008

Nachdem die Web 2.0 Expo in diesem Jahr mit sehr spannenden Session aufwartet (hoffentlich auch vernünftigen Speisen), hier ein Auszug aus meinem persönlichen Programm (ab Mittwoch):

Mittwoch
Better Media Plumbing for the Social Web von Stowe - abgesehen von seinen prinzipiell interessanten Vorträgen ist die Fragestellung bzgl. eines möglichen, neuen Social Media Modells spannend. Gefolgt von Stefan Magdalinskis Web Interface to the Real World: How We Made MOO über die Usability des bekannten Online-Visitenkartendienstes. Lee von Headshift zeigt Niche Social Networks.

Donnerstag
Luis denkt ausserhalb der Inbox und JP Rangaswami wird einmal mehr zum Denken anregen, wenn er über die Veränderung unseres Kommunikationsverhaltens bei der Arbeit spricht. Spannend sind sicher die Erfahrungen von Slashdot-Präsident Jeff Bates in Marketing to Online Communities: Lessons from Early Adopters.

Wie in der Blogosphere werden beide Tage geprägt sein von interessanten Kommentaren und Gesprächen, rund um die Key Notes - worauf ich mich freue.


web 2.0 expo europe 2008

barcamp Vienna am 4. und 5.10.

Monday, September 29th, 2008

Das barcamp naht, dieses Mal in Wien.

barcamp wien vienna okt 2008