Archive for the ‘Virales Marketing’ Category

Blogging Dolce Vita

Monday, December 14th, 2009

Rom die „ewige“ Stadt, zentraler Ort eines vergangenen Imperiums und antike Schatzkammer auf Schritt und Tritt (der spektakuläre Rome Reborn-Layer, welcher einen virtuell Blick in die bauliche Vergangenheit ermöglicht, ist einer meiner Favoriten auf Google Earth) – als Hauptstadt des korruptionsgeschwängerten Italiens Ort zahlreicher Skandale und Bewegungen.

Beppe Grillo, einst als Schauspieler und Komiker im Land erfolgreich, ist ausgezogen, um Italien zu verändern.

Und setzt dabei vor allem auf die Kommunikationskraft des Internets. Sein Blog hat ihn mit einer Million Zugriffen pro Woche zum erfolgreichsten Blogger Italiens gemacht (zeitweise laut Technorati gar zu den 10 erfolgreichsten Blogs der Welt gehört).

Auch Skandale rund um die Person Beppe Grillo schaden seiner Popularität wenig - Grillo hat treue Follower, so haben sich mehr als 400 Meetup-Gruppen mit mehr als 77.000 Mitgliedern in 300 Städten gebildet, in welcher vor Ort Probleme angepackt werden. 2007 mobilisierte Grillo 1,5 Millionen Menschen, die in Italiens Städten für ein „sauberes Parlament“ protestierten!

Feierliche Umzüge und Versammlungen in Rom (so wie ich unlängst einen von meinem Hotelzimmerbalkon aus beobachtet habe – siehe dieses weitere Photosynth (nach der Berliner Domino Galerie) – ein “Bildraum“, automatisch generiert aus meinen snapshots) zeigen die Leidenschaft der Italiener für lautstarke Zusammenkünfte:

Das Volk als lebendige Community – Beppe Brillo zeigt, wie sich politische Medienvernetzung in die reale Welt gießen lässt. Und gründet eine Bewegung, welche erstmals im kommenden Frühjahr bei den Regionalwahlen in Italien antreten wird, eine Partei, deren Basis im Internet entstanden ist.

Weltweite Vernetzung via justsmiile.com

Friday, December 5th, 2008

Heute nichts ernstes, sondern ein Fun-Projekt: Justsmiile ist online. Jeder kann mit nur einem Klick einen Smiile positive Stimmung hinterlassen.

Wir freuen uns bereits über zahlreiche Smiiles aus aller Welt - von Los Angeles, über Reykjavik, Oslo, Kassel, Neu Delhi oder auch Melbourne! Einfach ausprobieren - der Welt und  Freunden gute Laune senden: Justsmiile.com Also: smile.send.share for 2009

justsmiile ist von Clarissa, Martina, Chris, Paul und mir und schlägt erste kleine Wellen. Ein Video - von uns - gibt’s schon, ebenso Twitter-Stream und ein Blog, powered by Martina. #:-)

Was auf der Karte aussieht wie ein Brandherd markiert übrigens Wien - dank er großen Beteiligung! Finden wir gut (Wien, nicht den Brandherd).

Das Video zum Projekt

Why this project?

Thinking about the situation of the world we decided that it would be great to create a simple platform that gives every user the possibility to post a positive mark on the world map.

Our goal is to cover the world with millions of smiiles until the end of December 2008. There is no commercial reason behind the “smiile-project”, it’s just a fun tool that uses the potential of the internet to activate users worldwide.
Why should I give a smiile?

Show that you believe in the power of good mood and that you share our idea to cover the world with as much smiiles as possible.
How could I help?

Post a smiile every day. The more the better. Send the justsmiile website to all your friends and make them a part of the project. In short: just post or to leave the URL www.justsmiile.com where ever you like.
Who is the team behind the justsmiile-project?

We’re a small team of happy people believing in the power of good mood. Although we are based in Vienna, Austria, we are curious to see how many users from all over the world take part in our “smiile-project”.

Send us a note, if you like to give us feedback :)
How does it work?

1. Open the platform in a browser of your choice
2. The IP-adress of your internet provider helps us to simplify the geotagging process
3. Click on the smiiley and your mark is set.

That’s it! Very Easy!
What’s the function of the timeline?

You can see how many people in the world decided to click on the smiiley – and the number is growing – every day – until 31.12.2008.

Come back on another day and have a look how the world map of smiiles has changed.
What happens in 2009?

We don’t know yet – let’s try to collect as many smiiles as possible.

If you have an idea what should happen with this platform, post it in the justsmiile blog or send us a mail at team@justsmiile.com. But as for now we just had fun to create justsmiile.com for December 2008.



Marketing Kommunikation 2.0

Tuesday, October 21st, 2008

Gemeinsam mit aktiv-aufgeschlossenen Teilnehmern aus unterschiedlichen Unternehmenswelten untersuchen wir, wie sich klassisches Marketing durch das „Social Web“ verändert bei einem Business Circle-Seminar – erstmals über zwei Tage.

mk20-1

Eine Duftexplosion für die Sinne

Monday, September 15th, 2008

Als Teilnehmer der Weinrallye 15 beteiligen wir uns gern mit diesem Artikel zum Wein - aus der Südsteiermark. Was ist eine Weinrallye? Eine Erklärung:

“Bei der Weinrallye schreiben alle teilnehmenden Blogs am gleichen Tag über das gleiche Thema. Ein Weblog ist dabei Gastgeber und listet am Ende der Aktion die Beiträge in einer Zusammenfassung auf.”

suedsteiermark sternat lenz

Die österreichische Toskana
Die Südsteiermark ist die österreichische Toskana und liegt an der slowenischen Grenze. Und wer einmal dort ist, will dort nicht mehr weg. Die augenfreundliche Landschaft, das angenehme Klima und die Bandbreite kulinarischer Genüsse, oft auf Kürbiskernbasis, machen süchtig.

Harmonische und fruchtbetonte Weine
Der sehr kalkhaltige und warme Boden bietet optimale Reifebedingungen und schafft sehr harmonische, fruchtige Weine. Hauptsorten sind Welschriesling und Weißburgunder sowie Morillon, Sauvignon Blanc und Traminer, die sich qualitativ abheben.

Eine Duftexplosion nach gelbem Paprika
Wenn sich im Herbst die Blechlawinen von Wein-Connaisseuren, MostSturm-Durstigen und Brettl-Jausen-Hungrigen die Südsteirische Weinstrasse entlangstauen, dann sollte man sich die Zeit nehmen und bewusst auf die Nebenstrassen ausweichen.

Landesfinalisten und Brettljausen
Abseits des Lärms finden sich nämlich Buschenschänken, die nicht so überlaufen sind, aber es sehr wohl mit den lokalen, großen Häusern à la Polz & Co. aufnehmen können. Einer davon ist Sternat-Lenz. Seit Jahren werden die Weine kontinuierlich weiterentwickelt und zu Top-Qualitäten herangezogen, was wegen der nicht übermäßig großen Anbauflächen auch wichtig ist. So hat man in diesem Jahr bereits einen Landesfinalisten - Sauvignon Blanc - hervorgebracht, “einer Duftexplosion nach gelbem Paprika … mit zarten Johannisbeeranklängen.” Zusammen mit ihrem Weißburgunder, einem sehr furchtbetonten, ja fast “ananassigem” Wein, schaffen Sternat-Lenzens echte Geschmackshighlights. Dazu passen die wahrscheinlich besten Brettljausen der Welt, mit phantastischen Kürbiskern- oder Topfen-Aufstrichen, Schinken, Käferbohnensalat, hausgemachte Brot oder Schafskäse mit Kürbiskernöl. Wen das noch nicht zu einem Besuch animiert, dem sei gesagt: die Aussicht von hier oben ist ein Traum.

Sternat-Lenz ist noch ein Geheimtipp (jetzt nicht mehr)!

KTM X-Bow live

Tuesday, September 9th, 2008

ktm x-bow beko island second life
Quelle: Beko

Konnte man den KTM X-Bow im vergangenen Jahr noch auf dem Beko-Island in Second Life probefahren, so braucht man heute nur in den 7. Wiener Bezirk, um das Original live zu sehen. Der Test eines neuen Produktes in virtuellen Welten ist richtungsweisend, wenn auch noch kostspielig.

Der Freund eines Freundes - Online-Advertising 2.0

Monday, August 18th, 2008

Seit der Etablierung von Social Media wie Blogs, Microblogs (allen voran Twitter) oder abr Netzwerken a la Xing wissen wir, wer was in unserem Netzwerk gerade macht, was ihn beschäftigt. Das ist meistens interessant, oft aber auch reichlich Infomüll - Dinge, die man wirklich nicht wissen muss.
Ein neuer Dienst namens FriendFeed geht jetzt einen Schritt weiter: es werden nicht nur Ereignisse im unmittelbaren, sondern im erweiterten Netzwerk abgebildet. D.h. man erfährt hier, was der Freund eines Freundes gerade so macht (wenn er es denn mitteilt). Das sieht bei FriendFeed dann so aus:

friendfeed recommendation

Noch mehr Infomüll - entgegnen Kritiker. Aus Community-Gesichtspunkten ist das jedoch interessant:

  1. der Freund eines Freundes erhält einen Vertrauensvorschuss und damit auch seine Informationen
  2. man erfährt Dinge, die man normalerweise nicht erfahren hätte und gerade aufgrund des geteilten Lifestyle/Themas/Interesses spannend sein könnten

Das könnte wesentliche Auswirkungen auf das Thema Online-Advertising haben, wenn diese “Empfehlungsmodi” Schule machen. Im Kontext immer umfangreicherer Webdienste könnten FriendFeed & Co. (”life feed”) gerade hier ein interessanter Beitrag zu Einfachheit und Informationsmanagement sein, wenn Nutzer zukünftig Augen und Ohren vor herkömmlichen Werbebotschaften verschließen.

Mehr zu FriendFeed im Basic Thinking Blog oder via Technorati

Matt is back!

Monday, June 23rd, 2008

Der 31 Jahre alte Australier Matt Harding tanzt zappelt wirklich schlecht. Aber gerade das hat ihn weltberühmt gemacht!


Where the Hell is Matt? (2008) from Matthew Harding on Vimeo.

Nach nur 2 Tagen wurde das Video auf Youtube bereits knapp 1,3 Millionen Mal (!) angesehen (hier das Vimeo-Fenster, da die Qualität auf Youtube nicht besonders ist - Anm.).

Vorgeschichte 2003 quittierte der damals 26-jährige seinen Job als Videospielentwickler, um die ‘Welt zu bereisen. Bis ihm sein Erspartes ausging. Matt traf einen anderen Reisenden, der ihm Vorschlug einfach überall zu tanzen und damit Geld zu verdienen. Und das an bekannten Orten der Welt. Gesagt, getan: 2005 erschien sein erstes Video: “Where the Hell is Matt?” Das machte ihn berühmt. Mit aktuell mehr als 9,7 Millionen (!) Views auf Youtube ein echter Erfolg.

Nach Erstellung Matts eigener Website und ausgestattet mit Sposorengeld, machte sich Matt auf seine 2. Reise - und ist jetzt zurück mit neuem sehenswerten Video, diesmal in Gesellschaft ;-) Beneidenswert der Mann, einfach genial!

Sehenswert sind auch die Outtakes:

Via Tapios Open Source PR Blog.

Werbung im Web 2.0 - die 7 Herausforderungen

Monday, June 16th, 2008

Die anhaltende Diskussion um Werbung in sozialen Netzwerken hat zu dieser Serie - dies hier ist Teil 1 - geführt. Über Ergänzungen, Anmerkungen und Kritik freue ich mich sehr, vor allem um ein möglichst vollständiges Bild zu schaffen.

1. Warum in sozialen Netzwerken werben, wo doch TV, Prospekt, Print und Radio messbar Verkäufe bringen?
Gerade Prospekte in Österreich, und Zeitungsbeilagen in Deutschland, haben eine hohe Akzeptanz beim Konsumenten. Sie führen zu Mehrverkäufen, insbesondere bei Angeboten. Der Persil-Spot zieht mehr Verkäufe von Waschpulver nach sich usw. Diese One-Way-Kommunikation setzt jedoch einen unmündigen Konsumenten voraus, der vom Aussterben bedroht ist:

“Consumer is an industrial-age word, a broadcast-age word. It implies that we are all tied to our chairs, head back, eating? content? and crapping cash.” (Doc Searles, 2006)

paris hilton treehugger

Der neue Konsument erwartet die Einladung zum Dialog, die er aus sozialen Netzwerken gewohnt ist. Dialoge führen nicht zwingend zu Mehrverkäufen, aber zu einer hoffentlich positiven Grundtimmung beim Kunden UND beim Unternehmen.

2. Soziale Netzwerke sind gerade in Österreich verhältnismäßig klein, man kann damit keine breite Masse erreichen, dafür gewisse Kunden aber genauer.

Netzwerke erlauben eine zielgerichtetere Kommunikation als über herkömmliche Medien, wenn man sich die Mühe macht das Thema ernst zu nehmen. Denn: die Ware dieser Netze sind empfundene Nähe ihrer Mitglieder und weitergegebene Informationen. User sind hier sehr aktiv, aber werbeallergisch (mehr dazu in diesem exciting Blog-Beitrag von Jochen Krisch). Und sie befinden sich nicht im Einkaufsmodus. Aber:

“Nichts ist überzeugender, als wenn dein bester Freund dir sagt: ‘Kauf das!’” (Liam Mulhall 2008)

3. Es gibt keine Messkriterien.

Wovon sprechen wir denn? Davon, dass Nutzer sozialer Netzwerke online eine Handlung ausführen, sich verbinden, eine Information weitergeben oder sogar ein Produkt weiterempfehlen, Erlebnisse miteinander teilen.

Messkriterium auf Neudeutsch: Customer Engagement

Vergleichbare Kriterien etwa zum Tausend-Kontakt-Preis (TKP) oder gar Konversionsraten gibt es für “Customer Engagement” nicht. Aber es existieren Näherungswerte aus den Perspektiven Nutzungsintensität und Weiterempfehlung, d.h. wie stark sind User persönlich in etwas involviert.

Nutzungsdauer- und Intensitäten bewertbar machen

Bei der Nutzungsintenstität werden Handlungen (Beispiele s. Liste) in Bezug zueinander gesetzt. Dabei kann man diese Faktoren addieren (Eric T. Peterson, Webanalytics Demystified) oder aber Nutzungstypen aus Schlüsselfaktoren ableiten (Brian Haven, Forrester) und sich so ein Bild zur Wertigkeit von User-Aktivitäten verschaffen.

  • Weitergeleitete Informationen
  • E-Mails
  • Kommentare
  • Downloads
  • Streams
  • Feed-Abonnements
  • Bookmarken
  • Bloggen
  • Mash-Ups

Weiterempfehlungswahrscheinlichkeiten und Customer Referral Value

Viele beurteilen mit der Weiterempfehlung die Zufriedenheit von Kunden mit einem Produkt, Dienstleistung, Unternehmen oder leiten sogar einen Kundenwert daraus ab.

Fred Reicheld (Bain & Company) hat den Net Promoter Score (NPS) entwickelt: “Der Net Promoter Score (NPS) ist ein Index zur Messung der Wahrscheinlichkeit, mit der Kunden ein Produkt, ein Unternehmen oder eine Dienstleistung weiterempfehlen.” (Quelle: Wikipedia).

Eine andere Betrachtung (Kumar, Petersen, Leone (University of Conneticut bzw. State of Ohio)) hat den Customer Referral Value (CRV) hervorgebracht. Zu finden im aktuellen Harvard Business Manager: dabei werden die Umsätze eines Kunden und jene aus seinen Weiterempfehlungen addiert (abzüglich Marketingkosten). Einfach ausgedrückt: Paul ist Kunde und wirbt Tina. Tinas Umsätze werden Pauls Umsätzen zugerechnet. Damit ist Paul wertvoller als ein nicht-werbender Kunde.

Es gilt (Ausnahme vielleicht im B2B und bei Fast Moving Consumer Goods): zufriedene Kunden empfehlen Produkte gern weiter. Und in sozialen Netzwerken läßt sich das messen. Das hat einen messbaren Wert!

Wer keine Angst vor Summenzeichen und Details hat, findet in Teil 1a umfangreichere Informationen.

Veröffentlicht auf der DenkBloggAde am 14.02.2008

Werbung im Web 2.0 messen

Monday, June 16th, 2008

“Customer Engagement” messbar machen. Aber wie? Was ich kurz in Teil 1 dieser Serie umrissen habe, im folgenden ausführlich; das hier ist Teil 1a.

Um unten genannte Näherungswerte für Customer Engagement erfolgreich einsetzen zu können, muss man sich die Logik sozialer Netzwerke zuvor intensiv vor Augen führen.

Nutzungsdauer- und Intensitäten bewertbar machen

Eric T. Petersen kalkuliert das User Engagement so:

petersen visitor engagement

Er addiert Handlungen eines Users wie:

  • C (% von Sessions >5 Seitenaufrufe)
  • R (% von in den letzten 3 Wochen)
  • D (% von Sessions >5 Minuten)
  • L (Besucher insgesamt >5 sessions?)
  • B (% Marken-getriebene Sessions [was auch immer das heißen mag?])
  • F (% quantitative Feedback-Sessions)
  • I (% von Sessions mit spezifischen durchgeführten Handlungen, dividiert durch die Anzahl der Sessions)
  • S (Blog-Abonnement/RSS-Feed).

Details findet man hier. Das ist keine Rocket Science. Und man kann reichlich diskutieren, welche der genannten Größen wieviel Einfluss hat. Im Prinzip kann man diesen Ansatz wunderbar für das eigene Portal adaptieren und so auf relativ gute, valide Kenngrößen kommen.

Die 4 “I”

Ähnlich versuchen Analysten von Forrester Nutzungsdauer- und Intensitäten bewertbar zu machen. Brian Haven differenziert zwischen den 4 “I” als Schlüsselgrößen. Hieraus lassen sich je nach Aktivität Nutzungstypen und ihr Bezug zur Marke und zum Produkt ableiten.

  • Involvement: Suche, Besuche, Seitenaufrufe (Messung durch Webanalysen)
  • Interaction: Kommentare und Häufigkeit dieser und anderer Beiträge (Messung auf eCommerce- und Social-Media-Plattformen)
  • Intimacy: Stimmungsbarometer (Brand-Monitoring, Umfragen, Marktforschung)
  • Influence: Weiterempfehlung, Markenaffinität, Content-Weiterempfehlungen (Brand-Monitoring, Service-Anrufe und Umfragen)

Gerade das Brand-Monitoring lässt sich im Web einfach gewährleisten. Noch dazu mit einem entsprechenden Feedbackkanal: dem Dialog. Auch hier eine Addition der Handlungen.

Man sollte die einzelnen Aktivitäten hierbei noch besser gewichten und dann in einer Matrix abbilden. Denn: nicht jede der Größen ist gleichwertig, bspw. ein Video ansehen vs. downloaden oder sogar weiterleiten.

Weiterempfehlungswahrscheinlichkeiten und Customer Referral Value

Nachdem die aktive Weiterempfehlung eine wesentliche Rolle in sozialen Netzwerken (on- und offline) spielt, sollte sie daher näher betrachtet werden. Zwei Annäherungen aus dem klassischen Marketing:

Fred Reichheld (Bain & Company) hat den Net Promoter Score entwickelt:

“Der Net Promoter Score (NPS) ist ein Index zur Messung der Wahrscheinlichkeit, mit der Kunden ein Produkt, ein Unternehmen oder eine Dienstleistung weiterempfehlen.” (Wikipedia)

Kundenantworten werden auf einer Weiterempfehlungsskala von 0 (niedrig) bis 10 (hoch) aufgetragen. Dabei sind Zufriedene “Promotoren”, die mit 9 und 10 antworten. Daneben gibt es “Passiv Zufriedene” (7 und 8 ) sowie “Kritiker” (0 bis 6). Der NPS ergibt sich dann aus folgender Formel:

NPS = Promotoren% - Kritiker%

Der NPS gibt vor allem die gesamthafte Zufriedenheit mit einem Produkt oder Unternehmen wieder. Unternehmen, die hierbei über Jahre gut abschneiden sind für gewöhnlich erfolgreicher als ihre Peers. Weiterempfehlungen lassen sich online sehr gut verfolgen und analysieren. Eine Kundenbefragung kann diesen Prozess entsprechend unterstützen.

Der “Kundenweiterempfehlungswert”

Kumar, Petersen, Leone (University of Conneticut bzw. State of Ohio) betrachten den Customer Referral Value (CRV) - im aktuellen HBM.

Im Gegensatz zum Customer Lifetime Value (CLV), fokussiert man sich mit dem CRV auf die erfolgten Empfehlungen eines Kunden (bspw. Freundschaftswerbung einer Bank). Dabei werden seine Umsätze zu jenen seiner geworbenen Freunde addiert (abzüglich Marketingkosten). Man spricht von einer sogenannten Typ-1-Empfehlung. Beim Typ 2 berücksichtigt man, dass ein Kunde auch ohne diese Freundschaftswerbung ohnehin Kunde geworden wäre. Hier rechnet man dem CRV lediglich die ersparten Kundengewinnungskosten zu.

Wirbt ein Kunde viele Freunde, ist er wertvoller für Unternehmen, weil er Mehrumsätze erwirtschaftet und Ressourcen spart. Das ist selbsterklärend. Die wertvollsten Kunden sind jedoch jene (so die Untersuchung), die durchschnittlich lange dabei sind, aber eben: viel werben.

Veröffentlicht auf der DenkBloggAde am 14.02.2008

#next08

Monday, June 9th, 2008

Doppelkreuznext08. Das sind acht Zeichen, mit denen man Twitter-Nachrichten zur gleichnamigen Veranstaltung kennzeichnet. Twitter-Nachrichten sind “SMS in einem anderen Medium”(Blundstone Osterberger).

Teilnehmer der next08 schreiben ihre Kommentare online oder per SMS via Twitter und sorgen so für ein Live-Erlebnis, sei es in Kommentaren zu den Präsentationen oder einfach, um sich mit anderen einen Treffpunkt auszumachen. Dabei werden die entsprechenden Messages durch “#next08″ aus der gesamten Twitter-Sphere herausgefiltert und beispielweise auf einer Leinwand während der Präsentation angezeigt.

denkbloggade+twitter+messages+next08

Twitter hat Relevanz, nicht nur in seiner Community-Präsenz-Funktion, sondern gerade auch als Marketing-Werkzeug. Glauben Sie nicht? Dann geben sie o.g. Suchbegriff einmal “next08″ bei Google ein …

Veröffentlicht auf der DenkBloggAde am 16.05.2008